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Wir vergleichen vierzehn Schlafsäcke und schreiben bei jedem dazu, welche Werte vorliegen – Komforttemperatur, Grenztemperatur, Extremtemperatur. Welcher Schlafsack der beste ist, entscheidet nicht der Preis, sondern die Nacht, in der Sie ihn brauchen.
Auf den meisten Schlafsäcken steht eine einzige Zahl. Nach ISO 23537 (früher EN 13537) sind es aber drei Werte – und sie sagen etwas völlig Verschiedenes aus.
Wer die Extremtemperatur für den Einsatzbereich hält, kauft einen Schlafsack, der zehn bis zwanzig Grad zu kalt für ihn ist. Diese Verwechslung ist der häufigste Grund dafür, nachts zu frieren – und der Grund, warum wir das bei jedem Produkt in unserem Vergleich dazuschreiben.
Alle drei Angaben ausführlich erklärt →Die Temperatur, bei der eine Frau als Standardnutzerin nach ISO 23537 entspannt und in bequemer Lage schläft, ohne zu frieren. Das ist der Wert, an dem sich ein Gelegenheitscamper orientiert – und der einzige, der etwas über Komfort aussagt.
Die Temperatur, bei der ein Mann als Standardnutzer noch rund acht Stunden schläft – zusammengerollt und an der Grenze zum Frieren. Mit Komfort hat das nichts mehr zu tun, auch wenn sie in der Werbung oft besser klingt als die Komforttemperatur.
Die Norm beschreibt damit den Bereich, in dem ein Schlafsack nur noch vor dem Schlimmsten schützt; von Schlaf ist dort keine Rede mehr. Ein Schlafsack mit Extremtemperatur -15 °C ist kein Schlafsack für -15 °C.
Überlebensgrenze, keine Einsatzempfehlung
Empfehlung
Mumienschlafsack mit Komfort-, Grenz- und Extremtemperatur getrennt benannt (5 °C / 0 °C / -15 °C) für die Drei-Jahreszeiten-Mitte – laut Rezensionen gut verarbeitet, in einem Fall aber kälter als angegeben.
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Daunenschlafsack mit Komfort-, Grenz- und Extremtemperatur getrennt im Datenblatt benannt (0 °C / -8 °C / -12 °C) – der im Produktnamen beworbene Wert von -23 °C bleibt unbelegt, in den Rezensionen überwiegt dennoch durchgehend Lob für die Wärmeleistung.
Auch empfehlenswert
Ultraleichter Daunenschlafsack (rund 1,2 kg) mit Komforttemperatur 7 °C und Grenztemperatur 2 °C laut Datenblatt – der Produkttitel nennt jedoch andere, nicht zugeordnete Werte, und eine Rezension berichtet von Kälte bereits bei 12 °C.
Unsere Bewertung folgt einem festen Raster mit 4 Kriterien. Grundlage sind Herstellerangaben, technische Daten, die im Datenblatt genannten Temperaturangaben und die systematische Auswertung von Kundenrezensionen.
Wie klar Komfort-, Grenz- und Extremtemperatur nach ISO 23537 benannt sind und wie gut der beworbene Einsatzbereich zur Erfahrung aus den Rezensionen passt.
Füllung (Daune oder Kunstfaser), Füllkraft beziehungsweise Füllgewicht sowie Verarbeitung von Nähten und Reißverschluss laut Datenblatt und Rezensionen.
Packgewicht und Packmaß laut Hersteller im Verhältnis zur erreichten Temperaturangabe.
Anschaffungspreis im Verhältnis zu Temperaturangabe, Material und Verarbeitung, verglichen mit dem übrigen Feld.
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